Donnerstag, 21. November 2013

Die letzten fünf einhalb Wochen

Hallo zusammen...

zur Erinnerung: ich bin gerade in Australien und arbeite auf einer Farm für Rennpferde.
Die letzten Wochen waren nicht viel anders als bisher..
Einige Dinge sind jedoch erwähnenswert.
Ich bekam eine Zimmergenossin, eine 19-jährige Schwedin namens Rebecka(schon die dritte Schwedin mit diesem Namen die ich in Australien kennen lerne). Nach ersten negativen Gedanken, dass meine alone-time nun vorbei sein würde, fand ich heraus, dass ich mich gut mit ihr verstand.
Sie ist vom Charakter das genaue Gegenteil von mir (extrovertiert, selbstbewusst...), aber viele Interessen teilt sie mit mir. So hatte ich endlich jemand mit dem ich über Bücher reden konnte. Yay:D
Nachdem sie drei Wochen hier war, wurde ihr eröffnet, dass sie demnächst auf der main side(event horses, dort wo ich zu Anfang auch oft war) arbeiten würde. Darüber war sie sehr froh umd auch ich konnte mich freuen, denn so gut ich mich mit ihr verstand, arbeiten mit ihr gefiel mir nicht so gut..
Eines Tages eröffnete uns die housekeeperin dass wor in ein anderes Zimmer umziehen würden. Unsere Freude war groß, als wir herausfanden, dass wir das begehrte Zimmer mit eigenem Bad bekommen würden! Der Unterschied zu unserem alten Zimmer könnte nicht größer sein! Das neue Zimmer ist mindestens doppelt so groß, hat dazu noch einen ziemlich großen begehbaren Schrank und, wie schon erwähnt,  ein eigenes Bad.
Der einzige Haken an der ganzen Sache: wir mussten zunächst auf dem Boden schlafen, da es keine Betten gab..^^ Aber im Blick auf das geniale Zimmer war das ein vergleichsweise kleiner Biss in den sauren Apfel.
Einige Tage später wurde Rebecka eröffnet, dass sie zur main side umziehen würde, da sie dort die folgende Woche allein sein würde. Sie war davon nicht allzu  begeistert, da sie keine Person ist, die gerne allein ist. Für mich war the prospect of having a room for my own again (tut mir Leid für das englisch, aber mir fällt im Moment nicht ein, wie man das in deutsch ausdrückt) auch etwas seltsam.  Vor allem, weil das Zimmer so riesig ist. Ich hatte (und habe) das Gefühl das nicht zu verdienen.
So zog Rebecka also zur main side und ich blieb allein zurück.
Das folgende Wochenende kamen vier neue Leute an. Zwei männliche Franzosen und zwei weibliche Deutsche.. Also wohnten dann fünf Deutsche, ein Niederländer,ein Schwede, zwei Franzosen und die Inder hier..
Die folgende Woche sind die Franzosen allerdings schon wieder abgereist (die Gegend hier ist nicht für ein second year visa geeignet, was die Fanzosen benötigten) und dafür kamen ein Schwede und ein Pole.
Das darauf folgende Wochenende war ein Wochenende des Exodus: Jonas (der Deutsche mit eigenem Auto), die zwei Schweden und ein weiterer Deutsche sind abgereist. Was uns hier sage und schreibe ZWEI stableboys zurücklies. Um euch die somit katastrophale Situation klar zu machen: wir haben hier 66+4 Boxen, für 11 beötigt einer vier Stunden. Bis neun Uhr morgens sollten alle Boxen fertig gemistet sein, spätestens bis 11h30, also zur Pause. Optimale Anzahl an stableboys für diese Menge an Boxen ist SECHS. Bei VIER wird es schon kritisch... Naja...wir hatten ZWEI. Einer von diesen muss morgens auch noch zur main side..
Its up to you to do the maths...

Somit sind wir bei der vergangenen Woche angekommen...

Montag hat es geregnet und es wurde nicht geritten. Somit konnten alle (Reiter und stablehands) mit den Boxen helfen. Wir waren so ungefähr 7 oder 8 und somit war es uns möglich unsere Arbeit am Vormittag ziemlich pünktlich zu beenden.
Am Dienstag konnte ebenfalls nicht geritten werden. Wir waren 6 Leute für 66 Boxen, also für jeden 11. Wir stablehands haben erst um 7 Uhr angefangen mit misten, da wir vorher noch mit den Pferden zu tun hatten (füttern...). Zwischendurch mussten wir immer wieder Pferde in den walker bringen, damit diese wenigstens etwas Bewegung bekamen. Um 11 waren wir fertig mit den Boxen. Pretty impressive, huh?
Naja... dann kam Mittwoch...
Es wurde wieder geritten. Ein stableboy war da um die Boxen zu machen.. zwei von uns stablehands wurden ihm dann zu Hilfe geschickt (zwei Inder). Eins der deutschen Mädchen (das andere hatte frei), der Manager umd ich blieben übrig um die Pferde zu satteln (ca 70). Um 10h20 waren wir damit fertig. Dann haben Laila und ich um 10h30 angefangen die Pferde anbzuwaschen. Eineinhalb Stunden später waren wir fertig... Um 12h30 war dann endlich alle Arbeit getan -.-
Also haben wir eine Stunde länger gearbeitet. Unbezahlt.
In der Pause bin ich in die Stadt gefahren worden, wo ich ein Päckchen von meinen Eltern abgeholt habe. Der Lichtblick an diesem Tag!!
Der nächste Tag war ziemlich in Ordnung. Zwar wurde geritten und Personal war nicht mehr vorhanden als am vorherigen Tag, aber der Chef war nicht da (er ist für ein paar Wochen in Hong Kong, welch Freude) und somit lief alles entspannter.. Es wurde nur eine viertel Stunde länger gearbeitet.

Womit wir bei heute angekommen sind: mein freier Tag:) Es hat heute wieder geregnet und ich saß die meiste Zeit draußen unterm Dach, mit Tee und habe gelesen <3

Heute werden neue Leute ankommen, also wird sich die Arbeitssituation hoffentlich bald entspannen.

Das wars erstmal zur Zusammenfassung meiner letzten Wochen.
Es gibt aber noch weitere Neuigkeiten:D

Ich habe mich entschieden länger hier zu bleiben (auf Limitless Lodge). Ich hatte vor, vor Weihnachten zu gehen und ein paar Wochen in Sydney zu bleiben und danach einen anderen Job anzufangen.
Jetzt jedoch werde ich länger bleiben. Ich habe mich noch nocht entschieden wie lange... I'll see ;)
Mein Boss ist ziemlich zufrieden mit mir (YAY:D) und er erhöht mein Gehalt, da ich länger bleibe (Doppel-YAY:D).

Nächste Neuigkeit:
Wie die meisten wissen, möchte ich nach Autralien nach Japan weiter.
Was ich dort machen wollte war mir noch nicht so klar..
Jetzt allerdings habe ich durch einen Kontakt etwas gefunden: Ich habe die Möglichkeit als volunteer bei einem christlichen Zentrum zu arbeiten.
Ich hoffe das wird klappen. Sobald ich weitere Informationen habe, werde ich sie euch mitteilen:D

Sooo.... im Moment fällt mir nichts neues, spannendes mehr ein.
Mir gehts gut hier.

Ganz liebe Grüße
Eva

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